Farina Bastian ist Kita-Leiterin in der St. Severi- Kindertagesstätte

Seit Januar dieses Jahres leitet Farina Bastian den St.-Severi-Kindergarten in Otterndorf. Viel Zeit mit den Kindern bleibt ihr durch die Verwaltungs- und Büroarbeit nicht. Umso mehr genießt sie, in den Gruppen zu sein und wie hier im Kreativraum mit den Kleinsten zu basteln. Foto: Schult

Mit 26 Jahren an der Spitze der Kita

Farina Bastian leitet seit Januar den evangelischen Kindergarten / Verantwortung für zurzeit 89 Kinder und knapp 20 Mitarbeiter

Von Thomas Schult

Otterndorf. Sie ist die Neue im Team des evangelischen St.-Severi-Kindergartens in Otterndorf: Farina Bastian hat am 1. Januar die Leitung der kirchlichen Einrichtung übernommen und trägt damit eine große Verantwortung.

Nach vier Monaten ist die 26-Jährige mittlerweile richtig angekommen an ihrer neuen Arbeitsstelle. “Das war am Anfang gar nicht so einfach, mir die vielen neuen Gesichter und Namen zu merken. Aber dank der großartigen Unterstützung durch das Team und vor allen Dingen durch die kommissarische Leiterin Anke Seifert hatte ich kaum Probleme.” Ihre erste größere Bewährungsprobe arbeitet sie gerade ab. Im Kindergarten wird kräftig gebaut. Der Bewegungsraum wird vergrößert, die Küche und der Essbereich werden zusammengelegt und auch fürs Personal wird es mehr Platz geben. Im Sommer soll alles fertig werden, wenn der Plan aufgeht.

Pläne erarbeiten und umsetzen wird zukünftig eine der Hauptaufgaben von Farina Bastian sein. Das fängt bei der Personalplanung an und hört bei der Raumgestaltung auf. “Aber ich habe das ja so gewollt, sonst hätte ich mich nicht auf die Leitungsstelle beworben”, sagt sie selbstbewusst. “Ein etwas komisches Gefühl ist das beim Bewerbungsgespräch schon gewesen. Da saß ich einer Kommission aus Mitgliedern des Kirchenvorstandes, der Mitarbeitervertretung und zwei Pastoren gegenüber. Aber ich muss wohl einen guten Eindruck hinterlassen haben, und jetzt bin ich hier.”

Ausschlaggebend sei sicherlich die Qualifikation gewesen. Erste Erfahrungen in der Führungsrolle sammelte Farina Bastian in ihrer vorherigen Stelle im evangelischen Kindergarten Spieka. “Dort war ich zuletzt stellvertretende Leiterin. Auch wenn alles etwas kleiner ist als in Otterndorf, konnte ich so gut abschätzen, was auf mich zukommen würde.”

Viele Fortbildungen besucht

Ohne die zahlreichen berufsbegleitenden Fortbildungen etwa zur Krippenfachkraft, zur systemischen Familienberaterin und zur Kita-Fachwirtin wäre ein Wechsel nach Otterndorf nicht infrage gekommen. Ihr Berufsziel Erzieherin stand für die gebürtige Nordholzerin schon früh fest. Zwar hat es nach dem Ende der Schulzeit nicht sofort mit einem Ausbildungsplatz geklappt, sodass sie erst ein Jahr zur Pflegefachschule gegangen ist, um die Wartezeit sinnvoll zu überbrücken.

Dann folgten vier Jahre schulische Ausbildung an den BBS in Cuxhaven und die erste Stelle in Nordholz beim DRK-Kindergarten. “So habe ich einen guten Vergleich zwischen den unterschiedlichen Trägern eines Kindergartens. Für uns in Otterndorf ist es sehr wichtig, dass wir den Kindern die christlichen Werte vermitteln. Dies geschieht etwa durch Vorlesen biblischer Geschichten, durch eine wöchentliche Andacht und die Vorbereitung auf die kirchlichen Feste.”

Wohnen wird Farina Bastian weiterhin in der Nähe von Nordholz. “Dort habe ich mir einen Resthof gekauft. Das Gebäude ist mittlerweile entkernt und im kommenden Jahr hoffentlich auch bezugsfertig. Dann möchte ich mir den Traum vom eigenen Pferd erfüllen”, sagt die passionierte Reiterin. “Solange müssen die Spaziergänge mit meinem Hund reichen”, fügt sie lachend hinzu. Die Autofahrt zwischen Otterndorf und Nordholz nutzt die neue Kita-Leiterin zum Abschalten. “So kann ich meine Gedanken ordnen und wenn ich zu Hause ankomme, ist die Arbeit vergessen.”

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2018-04-28T14:58:21+00:00 28. Apr. 2018|Aktuelles, Allgemein|